Updates für den Gebrauchtsoftwaremarkt

27. April 2026

Es ist wirtschaftlich, die Lebensdauer von Assets zu nutzen und zwar auch bei Software-Assets. Zudem lässt sich in diesem Business im Einkauf auf Unternehmensseite einiges an Geld einsparen – auch in der vermeintlichen „Cloud-First-Ära“.

Geopolitische Entwicklungen, der laute Ruf nach Digitaler Souveränität und allgemeine Umbruchstimmungen prägen die aktuelle Diskussion, auch oder allen voran, wenn es um Cloud und Software geht. Laut Melanie Achten, Geschäftsführerin der MRM Distribution, lässt diese Gemengelage derzeit die Nachfrage nach On-Premises-Lösungen steigen. Und damit einhergehend die Nachfrage nach gebrauchter Software – „ganz einfach, weil die ein Drittel weniger kostet als die meisten Cloud-Modelle“, so Achten.

Potenziale in der hybriden Software-Ära

Bei vielen Gebrauchtsoftwarehändlern, so auch bei MRM, geht es aber im Tagesgeschäft längst nicht mehr nur um Lizenzen von On-Prem-Software. Vielmehr liegt für die Branche Potenzial im Umstieg auf hybride Lösungen oder auch im Segment „M365-only“. Das sei auch eine Chance für Reseller und Systemhäuser, so die Geschäftsführerin, denn einher geht meist die Frage nach den bisherigen On-Prem-Lizenzen der Unternehmenskunden, die in der Cloud obsolet werden. „MRM-Partner können das konsequent für sich nutzen, indem sie uns die gebrauchte Software zum Kauf anbieten“, so die Managerin. Achten spricht von „Smart Licensing“. Es bedeutet, Lizenzierung nicht isoliert zu betrachten, sondern als strategischen Hebel. In dem Business werden IT-Architekturen aufgestellt, deren Kosten nicht explodieren, sondern finanzielle Freiheiten schaffen. Die MRM-Chefin spricht von „Einsparungen von weit über 30 Prozent“, die dabei keine Ausnahme seien. Dabei gehe es nicht nur um Microsoft, sondern auch um Virtualisierung, KI, Hyperautomation und Dokumentenmanagement.

Melanie Achten im Interview mit der ITBusiness.


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