Microsoft 365 für alle – oder reichen für manche Arbeitsplätze nicht sogar gebraucht gekaufte Lizenzen? Wer Cloud und second-hand Software intelligent kombiniert, kann seine Lizenzkosten deutlich senken. Voraussetzung: Die Zweitlizenzen stammen aus seriösen Quellen. Denn billig allein ist noch keine gute Lizenzstrategie.
Gebraucht ist legal – die Herkunft zählt
Der Europäische Gerichtshof hat vor über einem Jahrzehnt die Voraussetzungen für den Weiterverkauf von Softwarelizenzen geschaffen. Seitdem ist gebrauchte Software für viele Unternehmen eine wirtschaftlich attraktive Alternative zu Neukauf und Cloud-Abonnements. Entscheidend ist allerdings, woher die Lizenzen stammen und ob die von der Rechtsprechung definierten Nachweise vorliegen. „Wird eine aktuelle Version wie Office 2024 LTSC Standard für 150 Euro angeboten, kann das nicht mit rechten Dingen zugehen“, sagt Felix Reichlmair von MRM Distribution. Seine Berater unterstützen IT-Systemhäuser bei der Lizenzierung ihrer Kunden und liefern die entsprechenden Microsoft-Produkte. Sie sorgen dafür, dass Unternehmen optimal mit Microsoft lizenziert sind: so günstig wie möglich, funktional und rechtskonform.
Schnäppchenpreise wie oben erwähnt, gibt es bei dem Distributor nicht – doch 30 bis 40 Prozent sparen Anwender allemal, wenn sie ihre Software gebraucht beziehen.
“„Die größten Einsparungen entstehen nicht durch das billigste Einzelangebot, sondern durch eine hybride Lizenzierungsstrategie.“”
Felix Reichlmair, Geschäftsführer, MRM Distribution
Nur wie erkennt der Laie, ob er gut beraten ist – oder unterlizenziert? Hellhörig sollten IT-Verantwortliche in jedem Fall bei „Restbeständen“ von Microsoft-Volumenlizenzen werden. „Solche Lagerbestände gibt es nicht!“, weiß Felix Reichlmair. Damit eine erworbene Lizenz vom Zweitmarkt als rechtmäßig übertragen gilt, ist eine nachvollziehbare Dokumentation der Herkunft und Rechtekette entscheidend. Die ist gegeben, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:
- erstmalige Inverkehrbringung im Europäischen Wirtschaftsraum
- Nachweis der vollständigen Deinstallation bei Vorbesitzern sowie Übertragung der entsprechenden Nutzungsrechte
- Vorlage von Rechnung, Lieferschein und Bestätigung der Nutzungsrechte des Ersterwerbers
- Alternativ: Testat eines Wirtschaftsprüfers, dem die o.g. Unterlagen vorliegen
Laut Felix Reichlmair liegt der größere Kostenhebel bei der Lizenzierung übrigens an anderer Stelle: Nicht jeder Mitarbeitende benötigt dieselbe Microsoft-Ausstattung. Während für manche Arbeitsplätze Microsoft 365 mit seinen Cloud- und Collaboration-Funktionen sinnvoll ist, reichen für einen Großteil der Belegschaft oft klassische Kauflizenzen aus. „Die größten Einsparungen entstehen nicht durch das billigste Einzelangebot, sondern durch die richtige Lizenzierungsstrategie“, sagt der Fachmann. „Wer Cloud-Services gezielt mit Kauf- und gebrauchten Lizenzen kombiniert, kann seine Kosten deutlich reduzieren und kommt ohne zweifelhafte Schnäppchen aus.
MRM Distribution unterstützt Unternehmen und ihre IT-Partner dabei, Microsoft-Lizenzmodelle zu bewerten und den wirtschaftlich und funktional sinnvollsten Lizenzmix zu finden.
Veröffentlicht in IT-Mittelstand 10/2026
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