Stromsparende Hardware, intelligentes Gerätemanagement, Virtualisierung von Servern… In vielen Unternehmen wird IT heute nachhaltig gedacht. Denn mit den richtigen Maßnahmen lässt sich Energie einsparen – und damit CO2. Der Beitrag von Microsoft-Lizenzen zur CO₂-Emission ist bislang wenig beachtet. Doch auch in diesem Bereich gibt es Einsparpotenzial: durch Wiederverwendung statt Neukauf. Und durch die Kombination von gebraucht und Cloud.
Der Impact wiederverwendeter Software
Wie aber kommen Unternehmen verlässlich, rechtssicher und in den benötigten Stückzahlen an „second-hand“ Software? Über Reseller und Distributoren. So kauft MRM Microsoft-Volumenlizenzen auf, die in Unternehmen nicht länger zum Einsatz kommen. Diese geben wir zurück in den Markt. Wer sie in Anspruch nimmt, spart bis zu 70 Prozent gegenüber dem Neukauf ein. Das ist allein vom Gedanken der Chancengleichheit nachhaltig. Wie es bei ‚unserer Ware‘ um die Einsparung von Treibhausgasen bestellt ist, wollte ich ebenfalls wissen, als ich im vergangenen Jahr die Geschäftsleitung übernahm. Mein Team ließ den Impact aller von uns gehandelten Lizenzen wissenschaftlich berechnen. Das Ergebnis: 318 Tonnen CO₂e* seit der MRM-Firmengründung im Jahr 2017
* ermittelt von ClimatePartner auf Basis von Nutzungsdaten, Lizenztypen, Downloadvolumen und Prozessorlast.
Dabei entstand das Schaubild, das zeigt, wo Software Emissionen verursacht: Bei der Entwicklung, der Distribution und im Betrieb. Wird Software gebraucht weiterverwendet, entfallen Bestandteile dieses Fußabdrucks.

Der CO2-Fußabdruck von Microsoft-Lizenzen im gesamten Lebenszyklus
In die Cloud – aber nachhaltig
Diesen Hebel für eine nachhaltigere IT kann (und sollte) jede Organisation nutzen. Vom Steuerbüro bis zum Konzern. Das kann unterschiedlich aussehen: Für die einen sind reine On-Premises-Strukturen das passende Modell. Zunehmend kommen gebrauchte Volumenlizenzen für Office und Server aber in Verbindung mit M365-Produkten zum Einsatz. IT-Verantwortlichen geht es nicht mehr um ein Entweder-Oder zwischen Cloud und on-prem. Vielmehr erleben hybride Setups einen Schub!
Gründe für hybride Microsoft-Lizenzierungen:
- Kostendruck
- Wirtschaftliche Unsicherheit
- ESG-Nachweispflichten
- Spezifische Systemanforderungen
- Datenschutzbedenken
Software vom Gebrauchtmarkt eröffnet hier Handlungsspielräume – sowohl finanziell als auch technisch. Etwa wenn bestehende Infrastrukturen um Cloud-Komponenten ergänzt werden, ohne dass ganze Systeme umgestellt werden müssen. Andererseits sind moderne Dienste oft nur cloudbasiert verfügbar – etwa im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Dann hilft wiederverwendete Software, die Cloud bezahlbar und flexibel umzusetzen. Denn auch das erweist sich als nachhaltig: Lizenzkosten einsparen, wo möglich – um zukunftsweisende Digitalprojekte stemmen zu können!
Zwischen Klimabilanz und Kosteneffizienz
Ob die ökologischen Einsparungen in der Breite skalieren können, hängt von mehreren Faktoren ab: dem CO₂-Fußabdruck neuer Software, der Nutzungsintensität – und inwiefern gebrauchte Programme den Lebenszyklus von Hardware verlängern. Second-Hand-Lizenzen ersetzen nicht die eingangs genannten IT-Maßnahmen zur Treibhausgasreduzierung. In Zeiten knapper Budgets und wachsender Nachhaltigkeitsanforderungen können sie aber ein sinnvoller Baustein sein – besonders dort, wo ökonomische und ökologische Argumente zusammenfallen.
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