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Gebrauchtsoftware als Schlüssel zur kostensparenden Digitalisierung

Vielleicht liegt es in der Natur der Sache, dass eine Pandemie Healthcare mehr aufrüttelt als manche andere Branche. Analoge Prozesse, nichtautomatisierte Schnittstellen, gleichzeitig enormer Kostendruck, der Investitionen in eine neue oder erweiterte IT-Infrastruktur besonders schmerzhaft macht ‒ alles kommt hier zusammen.

 

Wir sprechen mit MRM Distribution CEO Ernesto Schmutter und Sales Director DACH Christian Bedel über aktuelle Projekte mit Healthcare-Anbietern.

Was unterscheidet die Digitalisierung in der Healthcare-Branche von der in anderen Wirtschaftsbereichen?

Ernesto Schmutter:

Ganz klar der enorme Veränderungsdruck bei extrem knappen IT-Budgets. Corona hat auf schmerzhafte Weise gezeigt, wie fehleranfällig analoge Erfassungs- und Kommunikationsprozesse beispielsweise bei der Meldung freier Intensivbetten und von Inzidenzen sind. Doch auch die Patienten setzen immer stärker auf Apps oder Wearables, um Gesundheitsdaten zu erfassen, Arzttermine zu vereinbaren und wahrzunehmen oder um mit ihrer Krankenkasse zu kommunizieren. Das betrifft insbesondere den ländlichen Raum, wo sich der demografische Faktor stark bemerkbar macht, die Versorgungslage aber unterdurchschnittlich ist. Das Bundesgesundheitsministerium hat nicht umsonst das Programm „Digitale Gesundheit 2025“ ausgerufen, um Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen bei der Digitalisierung zu unterstützen.

Welchen Beitrag kann dabei MRM als Distribution für gebrauchte Software leisten?

Christian Bedel:

Illustrieren wir den Segen gebrauchter Software ganz konkret am Beispiel eines größeren Projekts mit einem Klinikum in Brandenburg während des ersten Lockdowns 2020, das sowohl die An- als auch die Verkaufsseite umfasst. Vom Kunden kaufte MRM einen größeren Altbestand an Microsoft-Volumenlizenzen an, der nicht zur neuen IT-Architektur passte. Die neugewonnene Liquidität reinvestiert das Klinikum in aktuelle gebrauchte Software für seine neue Server- und Lizenzlandschaft, die es über seinen langjährigen Systemhauspartner von MRM bezieht. Denn MRM tritt verkaufsseitig am Markt ausschließlich über seine Fachhändler auf. Beim Erwerb der gebrauchten Software im Gesamtvolumen von knapp 200.000 Euro konnte der Kunde rund 40 % gegenüber Neulizenzen sparen: moderne Infrastruktur zum Budgettarif.

22. September 2021